Das ist unser Verein

Das Orchester „grenzenlos“ und sein Trägerverein „Musik und Leben e.V.“

Das Orchester „grenzenlos“ startete als kleines Musikschulorchester unter der Leitung von Holger Miertsch. Seinen ersten Auftritt hatte es im Dezember 2003 beim Luckauer Nikolausmarkt. Schritt für Schritt erweiterte sich die Besetzung und die instrumentale Bandbreite.

 

Am 3. Juni 2008 wurde der Verein „Musik und Leben e.V.“ als Trägerverein des Orchesters gegründet. „Der Verein fördert Musik, Kunst, Bildung und Völkerverständigung und ist regional, überregional und international tätig“, steht als Vereinszweck in der Satzung.  Er organisiert alle mit den Projekten des Klangkörpers verbundenen Aufgaben außerhalb der musikalischen Arbeit.

 

Der Name „grenzenlos“ ist in mehrfacher Hinsicht Programm. Das Orchester ist ein altersübergreifender Klangkörper. Das jüngste Orchestermitglied ist elf Jahre alt, der älteste Musiker mehr als 70 Jahre.

 

Die musikalische Qualität entwickelte sich mit den Herausforderungen, denen sich die Musiker stellten und stellen. So hat das Orchester keine Genregrenzen. Waren es anfangs vor allem Marsch- und Polkaklänge sowie Walzermelodien, zählen heute klassische Stücke, Filmmusiken, Musicalmelodien, Rock- und Poptitel sowie Evergreens zum Repertoire, das aktuell 121 Stücke umfasst.

 

Das anspruchsvollste Musikprojekt für das Orchester „grenzenlos“ und den Verein Musik und Leben e.V. ist die Friedenssinfonie „Dona Nobis Pacem“. Komponiert hat die vier Sätze umfassende Sinfonie die britische Komponistin Hazel Leach, speziell für dieses Orchester mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Laienmusikern. Nach 18 Monaten intensiver Probenarbeit der deutschen und polnischen Musiker wurde sie am 1. September 2014 - dem Tag, als sich der Überfall Nazideutschlands auf Polen zum 75. Mal jährte - in der Kirche im polnischen Wschowa uraufgeführt. Seitdem haben die Musiker mit internationalen Besetzungen ihre ergreifende Friedensbotschaft  21 Mal in Deutschland, Polen, Litauen und Rumänien aufgeführt. 

 

Seine internationale Zusammenarbeit begann das Orchester mit dem polnischen Kulturverein des Landes von Wschowa, zu dem die Luckauer Partnerstadt Slawa zählt. Zahlreiche gemeinsame Konzerte in Luckau, Lübben (Spreewald) und der polnischen Partnerregion erfreuten die Zuhörer. Im Jahr 2017 überschritten sie gemeinsam die Ländergrenze nach Litauen und erarbeiteten sich gemeinsam die Aufführung der Friedenssinfonie mit jungen Musikern der Musik- und Kunstschule im litauischen Utena. 2018 kam als weiterer Partner das Kunstlyzeum im rumänischen Sibiu/Hermannstadt hinzu, wo 2023 ein großes, internationales Probenlager mit anschließender Aufführung der Friedenssinfonie stattfand.

2024 reisten die Musiker des Orchesters erstmals zu einem weiteren neuen Partner, der Freizeitschule „Ungdoms Skolen“ im dänischen Helsingör. In Deutschland verstärkte der Verein seine Kontakte zum Orchester der Bergarbeiter Plessa e.V. mit gemeinsamen Probentagen.

 

Ob in großer Besetzung oder als kleinere Musikergruppe - auf vielfältige Weise bereichert das Orchester das kulturelle Leben in der Region.

 

„ZusammenWachsen“ lautete das Motto des ersten Neujahrskonzertes im Januar 2009 auf dem Luckauer Schlossberg. Daraus ist eine Tradition geworden, die seit 2011 auch in Lübben (Spreewald) großen Zuspruch findet. Konzerte zum Luckauer Tulpenfest, der Niederlausitzer Leistungsschau und zum Kartoffelbrunch im September zählen zu festen Programmpunkten im Jahreskalender. Traditionell holen Musiker des Orchesters jedes Jahr auf dem Luckauer Nikolausmarkt den Weihnachtsmann am Roten Turm ab. 

Darüber hinaus bereichert das Orchester zahlreiche Veranstaltungen in Städten und Dörfern der Region. 2024 unter anderem das Spreewaldfest in Lübben (Spreewald), die Parksommerträume in Altdöbern, das Sport- und Dorffest in Lubolz oder auch das Sommerkonzert im Dahliengarten Zaue.

 

Im Rahmen eines Erasmus+ - Projektes unter dem Motto „What a Wonderful World – Give Peace a Chance“ trafen sich die jugendlichen deutschen, polnischen, litauischen und rumänischen Musiker im Sommer 2025 im rumänischen Sibiu und in Lübben (Spreewald). In Arbeitsgruppen tauschten sie sich über den Frieden und das friedliche Zusammenleben der Völker, über europäische Werte und die Geschichte ihrer Länder aus. Dazu probten sie für ein neues musikalisches Programm „What a Wonderful World“.

Zum Abschluss jeder Begegnung fanden Konzerte in Rumänien und in Deutschland, hier im September in Lübben (Spreewald) und in Perleberg auf dem Brandenburg-Tag statt.